Mein erster Snaredrumlehrer war waren Karl Josef Kleine, heute Philharmonisches Staatsorchester Mainz. Er schickte mich zu Prof. Christoph Caskel in Köln, dem ich viele Anregungen für meine Notenschrift verdanke, denn er ist unter anderem ein unvergleichlicher Notenkaligraf. Das Jazzfeeling lernte ich bei und Sperie Karas, damals Drummer bei der WDR Big Band. Von 1984 - 1987 studierte ich Drumset an der Kölner Hochschule für Musik.
Neben dem Drumset studierte ich auch verschiedene Percussioninstrumente: u. a. Berimbao, Rahmentrommeln (Video) Conga (Video), Cajon und Thavil (Video).
Trommeln und Komponieren hängen für mich sehr eng zusammen. Jedes Mal, wenn ich übe, erforsche ich auch die Geheimnisse der Rhythmen. Ich suche nach versteckten mathematischen und harmonischen Zusammenhängen in den Rhythmen.
Deshalb schrieb ich auch ein Buch über Rhythmustheorie: Zahl und Rhythmik, erschienen im LEU-Verlag 2000. Dabei unterstützte mich begeistert der große Thavilspieler Ramesh Shotham. Hier einige Rezensionen zu diesem Buch und ein korrigiertes Notenblatt.
Deshalb gründete ich auch tik – die Trommel-Initiative-Köln, die ich von 1998 – 2001 leitete. Hier trafen sich regelmäßig fortgeschrittene Amateure zum gemeinsamen Trommeln. Hier wollte ich meine rhythmischen Ideen ausprobieren. Die Arbeit mit dieser Gruppe war eine wichtige Vorbereitung für meine beiden Bücher.

Deshalb gründete ich 2004 auch Rhythmotōp, ein Percussionensemble für fortgeschrittene Schüler. Ich war unzufrieden mit allem, wass es an Noten für Schülerpercussionensambles zu kaufen gab und komponierte darum alle Stücke selbst und zwar nach einem vom mir postulierten Dogma:
- Jeder Song muss auf ein oder zwei Din-A-4-Blätter passen.
- Alle Trommler bekommen die gleichen Noten.
Ich nenne dies die Din-A-4-Methode. Sehen Sie hier ein Beispielnotenblatt und hören Sie sich die Songs von Rhythmotop an:
Trommelkreis
Seit 2007 leite ich auch offene Trommelkreise (Video). Ich hatte nämlich 2006 das große Glück, von dem genialen Pionier und Drumcircle-Faciliator Arthur Hull unterwiesen zu werden. Er zeigte mir, wie man Menschen dazu bringt, gemeinsam zu trommeln.
Einige dieser Trommelkreise veranstaltete ich zusammen mit meinem ebenfalls aus Wenden stammenden Freund und Kollegen Johannes Gokus im St-Josefs-Altersheims in Wenden. Daran nahmen bis zu 60 Bewohner teil.
Ein offener Trommelkreis ist, wie der Name schon sagt, offen für alle. Es werden keine Vorkenntnisse erwartet. Es müssen keine Instrumente mitgebracht werden. Es ist kein Trommelunterricht und auch keine Probe für eine Aufführung, sondern: Es ist für alle Teilnehmer eine tiefgreifende Erfahrung der heilenden, verbindenden und harmonisierenden Kraft der Musik.
Ich bereite den Ort vor, verteile die Instrumente und helfe dabei, einen gemeinsamen Rhythmus entstehen zu lassen. Ich greife nur dann ein, wenn die Energie schwindet oder wenn ich das Gefühl habe, mein Beitrag kann die Intensität erhöhen. Dazu dienen mir tänzerische Bewegungen mehr als Worte. Die richtigen Tanzbewegungen geben dem Rhythmus Kraft. Trommeln und Tanzen sind wie Yin und Yang.
Ich empfehle den offenen Trommelkreis auch für ihre Betriebsfeier. Sie können ihn auch mit einem Auftritt der Thomas Arens Combo verbinden.
Und hier zum Schluss eine Übung für fortgeschrittene Trommler.













